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Der Wasgau, die Nordvogesen und die Felsenburgen

Im südlichen Pfälzer Wald und in den nördlichen Vogesen der französischen Regionen Elsass und Lothringen findet man zahlreiche mehr oder weniger gut erhaltene Ruinen mittelalterlicher Burganlagen. Zwei wurden sogar wieder aufgebaut. Die meisten dieser Burgen zählen zum Typ „Felsenburg“. Burgen, die auf bzw. an einem Fels errichtet wurden. In keiner anderen Region findet man auf derart kleinem Raum eine derartige Anzahl von bizarren, vielfältigen und imposanten Felsenburgen, wie sie in diesem Gebiet anzutreffen sind.

Wir widmen uns hier vorwiegend diesem Burgentyp – besonders den Burgen, die sich auf mittelhohen bis hohen Felsen befinden. Selbstverständlich gibt es auch außerhalb dieses Gebietes Felsenburgen, das Augenmerkmal liegt jedoch auf dem Wasgau und den Nordvogesen. Ebenso gibt es in diesem Gebiet ein paar wenige Anlagen, die nicht zum Typus Felsenburg gehören.

Viele der Burgen befinden sich „einsam“ im Wald. Besonders werktags außerhalb von Ferienzeiten ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, auch mal keinen Wanderern und Burgbesuchern auf seiner Burgtour zu begegnen. Nur wenige Ausnahmen wie Trifels und Berwartstein sind sehr stark besucht. Auch die Burgengruppe Altdahn, Grafendahn und Tanstein sowie Fleckenstein und teils die Madenburg und Alt-Windstein sind überdurchschnittlich stark frequentiert, wobei sich dies im Wesentlichen auf die Sonn- und Feiertage bezieht.

Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein

Die Dahner Burgen Altdahn, Grafendahn und Tanstein

Herbstlicher Baum bei Dahn

Herbstlicher Baum in der Nähe von Dahn

Der typische Pfälzer Wasgau bildet im Westen die Gegend um Dahn, nördlich das Flüsschen Queich, im Osten die Grenze zur Rheinebene und im Süden die französische Grenze. In den französischen Nordvogesen wiederum betrachten wir die Burgen ab den Gebieten um die Achse zwischen Niederbronn-les-Bains und Bitche in Richtung Norden bis zur deutschen Grenze. Geographisch betrachtet, befindet sich das Gebiet etwa 180 km nördlich von Basel. Wenige Anlagen wie die Ramburg, Neuscharfeneck oder Meistersel liegen etwas nördlich des Wasgaus.

Sprachlich betrachtet entstanden die Begriffe Wasgau und Vogesen ursprünglich aus dem lateinischen „Vosegus Mons“. Es handelt sich um das Gebirge, das sich der Rheinebene entlang vom Oberelsass bis in die Pfalz erstreckt. Das Gebiet ist sehr bergig, stark bewaldet und gleichzeitig dünn besiedelt. Es bietet ein vielfältiges Naturerlebnis. Nicht nur Burgen und Felsen, sondern zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten laden ein, diese wunderschöne Gegend zu besuchen: nahezu unendliche Wanderwege, Weiher, Flüsse, Parks, Bäder, Klettergebiete und Museen, um einige Ziele zu nennen.

Selbstverständlich muss auch die Pfälzer, Elsässer und Lothringer Gastfreundschaft erwähnt werden. Viele Restaurants und Wanderhütten bieten dem Gast lokale und internationale Spezialitäten. Ebenso gibt es vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten, vom einfachen Gästezimmer bis zum feudalen Hotel. Wer Camping bevorzugt, kann beispielsweise am Campingplatz in Dahn am Neudahner Weiher verweilen.

Hanauer Weiher

L`étang du Hanau bei Eguelshardt (Lothringen)

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Trifelsgruppe

Die 3er-Burgengruppe Trifels, Anebos und Scharfenberg bei Annweiler, eingebettet in die Hügellandschaft des Wasgaus

Oberburg der Burg Drachenfels

Blick über die Oberburg der Burg Drachenfels bei Busenberg

Wegelnburg

Blick von der Wegelnburg bei Nothweiler über die Berglandschaft

Burg Guttenberg

Blick von Burg Guttenberg bei Oberotterbach in die Rheinebene

Moosbachtal

Moosbachtal bei Dahn